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Unsere Reise nach Hamburg

Der größte Parkfriedhof der Welt

Anfang März hatten wir die Gelegenheit den Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg zu besuchen. Dieser Friedhof ist einzigartig. Er ist nicht nur Begräbnisstätte, sondern eine wunderschöne Parkanlage, eine Stätte der Begegnung und weit über die Grenzen Hamburgs hinaus bekannt. Hier haben viele bekannte Persönlichkeiten ihre letzte Ruhestätte gefunden.

Der Friedhof ist in einen alten und neuen Teil gegliedert. Der alte Teil beginnt an der Schumacher Trauerhalle und ist rund angelegt, der neuere Teil rechteckig . Durch den parkähnlich angelegten Friedhof verkehren mehrere Stadtbusse. Es gibt Rundwege über den Friedhof mit festen Zusteigemöglichkeiten in den Bus. Außerdem sind im Friedhof ein Rosengarten, ein Gedenkplatz für nicht bestattungspflichtige Kinder, ein Frauenfriedhof, Baumgräber, ein Schmetterlingsgarten, ein Althamburgischer Gedächtnisfriedhof, Polizeigräber, Feuerwehrgräber, ca. 800 Plastiken, Gräber der Sturmflutopfer von 1962 und vieles mehr zu besichtigen.

Im neuen Hamburger Bestattungsforum befindet sich das bekannte Café Fritz, das gerne von den Trauergästen genutzt wird. Bei unserem Aufenthalt befand sich im Forum eine Ausstellung über Mexikanische Totenkultur.

(Die Ausstellung im Bestattungsforum läuft noch bis 4. November und hat täglich geöffnet. Mehr Informationen auf der Webseite des Ohlsdorfer Friedhofs)

Tagetesblüten und Zuckerschädel: Día de los Muertos

Die Mexikaner haben ein besonderes Verhältnis zum Tod – oder wie der Mexikanische Schriftsteller Octavio Paz es ausdrückt, eine unverbrüchliche Liebe. Für uns mag es befremdlich wirken, stehen doch die Verstorbenen an zwei Tagen im Jahr im absoluten Mittelpunkt des gesamten öffentlichen Lebens. Die Día de los Muertes, der Tag der Toten, besteht eigentlich aus einer gesamten Woche, mit den zentralen Daten 1. und 2. November: Also Allerheiligen und Allerseelen.

In Städten und Dörfern baut man liebevoll Altäre für die Verstorbenen, und die ganze Familie pilgert zum Friedhof: Alle Gräber sind reich mit den Lieblingsgerichten der Verstorbenen, mit Blüten und allerlei Besonderem geschmückt – Spielzeug für verstorbene Kinder, Tequila und Mezcal für die Erwachsenen. Selbstverständlich dürfen auch die bekannten Zuckerschädel und das spezielle Totenbrot nicht fehlen, das nur einmal im Jahr gebacken und genossen wird.

So versammeln sich auch alle um Grab und Altar, erzählen Geschichten von und mit den Verstorbenen –  die Grenze zwischen Leben und Tod, zwischen Sein und Vergehen verschwimmt: Tote und Lebende sind für zwei Tage vereint – bis zum nächsten Jahr, bis zur nächsten Día de los Muertos.

Übrigens, Schädel und Knochen gelten in Mexiko als Glücksbringer – weswegen sich nicht wenige Menschen sich einen Zuckerschädel oder ähnliche Symbole gleich tätowieren lassen – und so die Toten das ganze Jahr bei sich tragen.

Wir meinen: Ein wunderbarer Brauch, lebendiges Gedenken zu halten und den Tod im Leben zu feiern. Denn so bleiben Bewusstsein der Endlichkeit und Gedenken zusammen. Etwas, was uns in Zeiten anonymer Beisetzungen und „schneller Entsorgung“ nachdenklich machen sollte.

Tod im Alltag – was meinen Sie: Diskutieren Sie mit oder senden Sie uns eine E-Mail mit Ihren Gedanken

 

Reisen für Trauernde

Sicher möchten viele Trauernde in der ersten Phase nicht ihre gewohnte Umgebung verlassen. Aber wenn einige Zeit vergangen ist, haben viele Menschen das Bedürfnis mal etwas anderes zu sehen und zu erleben. Ohne den geliebten Partener wird dies aber schwierig. Zu viele Erinnerungen sind da.Was also tun.
Eine Trauerreise buchen!
Das besondere an einer Trauerreise ist, dass alle Menschen mit einem ähnlichen Schicksal zusammen sind. Sie erhalten hierzu Informationen von Trauereisen auf dem Meditationsweg unter Telefonnummer 089/545811-0, unter www.pilgerreisen.de oder unter www.trauerreise.de.

Sternenkinder

Wie in jedem Jahr findet am 17. November 2011 um 15.00 Uhr die Trauerfeier für die totgeborenen Kinder des letzten Halbjahres in der Friedhofskapelle Kaiserslautern statt. Hierzu ergeht herzliche Einladung.

Frauenherzen schlagen anderst

In der 1. Novemberwoche findet eine Angebotsreihe unter der Kooperation der Stadt Kaiserslautern, dem Roten Kreuz, der Volkshochschule, dem Gesundheitsamt sowie dem Westpfalzklinikum und der Deutschen Herzstiftung statt. Sie erfahren in Vorträgen vieles über Herzinfarktrisiko bei Frauen, Work-Life-Balance, Herzgesundheit durch gesunde und genußvolle Küche, sowie Zeitmanagement- länger fit und gesund bleiben. Teilweise sind die Seminare kostenlos. Näheres kann man erfahren bei Frau S. Zens der Volkshochschule, Frau MIsenmann-Emser Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Kaiserslautern sowie bei Herrn K. Müller Stabstelle Gesundheitsberatung/förderung.

Tag des Friedhofs

Wird die Friedhofsverwaltung in Kaiserslautern auch ein Rahmenprogramm für die Kaiserslautern Bürger zusammenstellen?

Seit 2001 findet bundesweit der Tag des Friedhofs statt. Der Friedhof in Kaiserslautern hat sich bisher noch nicht daran beteiligt. Es wäre eine gute Möglichkeit sich zu presentieren. In unserer heutigen schnelllebigen Zeit bleibt oft wenig Platz für Trauer und Besinnlichkeit. Ein schön gestalteter Friedhof bietet hierzu Möglichkeiten.

Auch wir werden einen kleinen Herbstspaziergang Anfang Oktober mit interessiertem Publikum durchführen. Gerne können Sie sich bei uns anmelden, unter der Telefonnummer 0631-36658 0.

Grabgestaltung

Noch bis zum 16. Oktober haben Besucher die Möglichkeit auf der BUGA in Koblenz  neue Grabgestaltungen zu verschiedenen Themen zu besichtigen. Auf dem Festungsplateau hoch über dem Rhein sind zahlreiche Gräber gestaltet. Hier haben Schulklassen und andere Gruppen die Möglichkeit, sich über verschiedenen Materialen und Beisetzungen zu informieren.

In der Mitte des Geländes wurde ein Memoriumgarten zur Ruhe und Besinnung angelegt. Als weiteres wurde ein  Insektenfriedhof, unter der Anleitung von Pädagogen mit Kindern gestaltet wurde.

Ansehen lohnt sich auf jeden Fall.

Naturbestattung: Keine Neuigkeiten vom Ruheforst in Kaiserslautern

Der Ruheforst der hinter der Panzerkaserne seit etlicher Zeit eröffnet werden soll, ist immer noch nicht in die Gänge gekommen: Baumbestattungen finden immer noch nicht statt.

Die Anfragen aus Kaiserslautern und dem Umkreis häufen sich, konkrete Aufträge aus Bestattungsvorsorgen liegen vor, aber auf Grund von Finanzierungsproblemen geht es nicht voran. Wie lange sollen die Lauterer noch auf Ihren Ruheforst warten?

Rasengrab und Patenschaftsgrab

In den letzen Jahren hat sich die Bestattungskultur grundlegend verändert. Viele Angehörige sind beruflich bedingt nicht mehr in der Nähe der Familie und können sich daher nicht um die Grabpflege kümmern.

Es müssen Pflegeverträge abgeschlossen werden, die mit hohen Kosten verbunden sind. Darüber hinaus fehlt seit Streichung des Sterbegeldes bei den Krankenkassen Angehörigen oft das Geld für die Anschaffung und Erhaltung von Grabstellen. Durch die Liberalisierung im Bestattungswesen haben sich alternative Beisetzungsformen etabliert – insbesondere Naturbestattungsformen wie Friedwald, Ruheforst, Almwiesen- oder Seebestattung sind hier zu nennen.
Eine neue Beisetzungsart auf dem Friedhof in Kaiserslautern sind Rasenwahlgrabstellen für zwei Sarg- und vier Urnenbeisetzungen sowie Urnenrasenwahlgräber für vier Urnen. Angehörige haben so die Möglichkeit einerseits Trauerfeier und Beisetzung mitzugestalten, ohne andererseits ein Grab pflegen zu müssen: Die Stelle wird vom Grünflächenamt mit Rasen bepflanzt und regelmäßig gemäht, daher sind auch keine Bepflanzungen erlaubt. Die Grabstelle darf mit einer Inschrifttafel aus rotem Sandstein oder Granit versehen werden. Die Kosten für eine Erdwahlstelle liegen bei ca. 4.500 €, für eine Urnengrabstelle bei 1.240 €. Die Laufzeit beträgt wie auch bei anderen Grabstellen 25 Jahre.
Um einen würdevollen Abschied auch bei Anonymbeisetzungen zu ermöglichen, bieten wir eigene Patenschaftsgräber auf dem Friedhof in Kaiserslautern an, in denen acht Urnen gemeinsam beigesetzt werden. Da die Bepflanzung und Pflege des Grabes von uns übernommen wird, verpflichten sich die Angehörigen, nur am Todestag eine Blume aufs Grab zu legen. Nach Beisetzung der achten Urne werden die Gräber mit einer Plattenanlage versehen und je nach Jahreszeit bepflanzt. Hinterbliebene können der Beisetzung beiwohnen und haben eine Anlaufstelle zum Gedenken, die Grabstelle ist jedoch nicht mit Namen gekennzeichnet.

Wie erkenne ich einen qualitätsbewussten Bestatter?

Das fragen sich Betroffene im Trauerfall. Sicherheit bietet das Markenzeichen des Bundesverbandes Deutscher Bestatter e. V. (BDB). Das Qualitätssiegel garantiert Angehörigen eine qualitativ hochwertige Beratung und Betreuung, denn die Markenzeichenbetriebe erfüllen strenge Kriterien.

Seit der erstmaligen Verleihung 1952 wurde das Niveau der Voraussetzungen für die Führung des Markenzeichens stetig angehoben. Heute ist es erforderlich, neben einer abgeschlossenen Ausbildung zur Bestattungsfachkraft, zum Geprüften Bestatter oder Bestattermeister besondere persönliche, fachliche und betriebliche Voraussetzungen zu erfüllen. Dies garantiert eine fachlich einwandfreie Dienstleistung zu fairen und angemessenen Preisen. 2009 führte der Bundesverband eine weitere Voraussetzung für die Führung des Markenzeichens ein: die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2008, dem weltweit bekanntesten Standard für Qualitätskontrolle und Managementsysteme.
Die rund 1.000 Markenzeichenbetriebe haben ein Qualitätsmanagementsystem eingeführt und unterliegen einer ständigen Kontrolle durch unabhängige Prüfer. Die Zertifizierung ist besonders hoch- wertig und für die Auswahl des Bestatters aussagekräftig, weil sie zusätzlich auch die DIN EN 15017 – Bestattungsdienstleistungen – und die Satzung zum Markenzeichen des BDB zugrunde legt. So ist das Markenzeichen-Unternehmen u. a. verpflichtet, Personal regelmäßig zu schulen, Angehörige unaufgefordert durch einen Kostenvoranschlag transparent und offen über entstehende Kosten zu informieren oder empfangene Gelder im Rahmen von Bestattungsvorsorgen verzinslich und getrennt vom Betriebsvermögen anzulegen. Angehörige und Vorsorgende können sicher sein, dass sie bei einem Bestatter, der das Markenzeichen führt und zertifiziert ist, eine qualitativ hochwertige Beratung und Betreuung erhalten.


Glücklose Schwangerschaft

Seit 2008 ist in Kaiserslautern auf dem Hauptfriedhof die Bestattung von totgeborenen Kindern mit einem Gewicht von unter 500 Gramm gestattet. Betroffene Eltern werden im Krankenhaus direkt auf diese Möglichkeit aufmerksam gemacht.

Es wurde hierfür der Verein Sternenkinder e. V. durch die Stadträtin Karin Kolb ins Leben gerufen. Die Stadt Kaiserslautern stellte den sternförmigen Grabplatz zur Verfügung. Die Familie von Fleischbein, eine alte Adelsfamilie aus Landau, stiftete einen wunderschönen historischen Grabstein. Wir sorgen für die Überführung der Totgeburten ins Krematorium Landau und kümmern uns um die Einäscherung. Zur Trauerfeier dekoriert die heutige Vorsitzende Ursula Spinks zusammen mit betroffenen Müttern und uns liebevoll die Urne.
Die Feier findet zweimal im Jahr in der Friedhofshalle Kaiserslautern statt. Eine Einladung wird den Eltern direkt zugesandt. Außerdem wird vom Verein in einer Todesanzeige in der örtlichen Zeitung der Termin bekannt gegeben. Der Verein finanziert sich durch Spendengelder und Mitgliedsbeiträge. Gerne werden Spendengelder entgegengenommen: Sternenkinder e.V., Kreissparkasse Kaiserslautern, BLZ 540 502 20, Konto 528 570.